Ein Loblied von Eis und Feuer: Das Kartenspiel

»Magic: The Gathering« ist beinahe zum Synonym für Sammelkartenspiele geworden und hat nicht unwesentlich zu deren schlechtem Ruf beigetragen. Pickelige Nerds, die hunderte von Euro im Monat für randomisierte Boosterpacks ausgeben, immer getrieben von der Suche nach der einen seltenen Karte – das gängige Klischee des »Magic«-Spielers ist natürlich nicht universell gültig, birgt aber ein Körnchen Wahrheit in sich: die zufällige Kartenverteilung in den Nachschubpäckchen sorgt für eine Ungleichheit beim Spielen und widerspricht damit dem fundamentalen Gedanken der kompetitiven Chancengleichheit.
Als Platzhirsch mit einer seit fast 20 Jahren währenden Tradition ist »Magic« immer noch die unangefochtene Nummer 1, aber  in jüngster Zeit gibt es neue Kartenspiele, die das angestaubte Genre der Sammelkartenspiele neu beleben wollen und dabei sogar mit dem ehernen Prinzip der Zufallskartenpacks brechen. Der US-Spielegigant »Fantasy Flight Games« hat sich klugerweise die »A Song of Ice and Fire«-Lizenz gesichert und für ein Kartenspiel genutzt, zu dessen frischen, innovativen Ideen »Magic« im Vergleich wie ein alter Greis mit Rollator wirkt.

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Ein Loblied von Eis und Feuer: Die TV-Serie


»Oh, my sweet summer child, what do you know about fear?
Fear is for the winter, when the snows fall a hundred feet
deep. Fear is for the long night, when the sun hides for years and children are born and live and die all in darkness. That is the time for fear, my little lord.«

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Deutschland: Kein Sommermärchen

Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011, das war bereits im Vorfeld ein schizophrener Akt: Man möge doch bitte den Frauenfußball nicht mit dem Männerpendant vergleichen, das wäre ja unfair, aber diese Marta, ja, die ist schon genauso gut wie der Messi und die Birgit Prinz hat mehr Tore geschossen als Franz Beckenbauer und dritte Plätze sind doch nur was für Männer und Frauen spielen ja eh viel fairer, deshalb gibt es weniger Fouls, weniger gelbe Karten und weniger Schauspielerei, was die ganze Sache viel attraktiver macht als den Fußball der XY-Chromsomenträger. Aber vergleichen soll man den Fußball der Frauen und Männer um Gottes Willen nicht!

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Ein Loblied von Eis und Feuer: Die Bücher

A Song Of Ice And Fire

Als John R. R. Tolkien 1969 den »Herrn der Ringe« veröffentlichte, hat er der bis dahin still darbenden Fantasy-Literatur einen Bärendienst erwiesen. Mit einem Mal besaß ein bis dato unterrepräsentiertes Genre einen unglaublich sprachgewaltigen Vertreter, der mit unerschöpflicher Sorgfalt und durch lebenslange Autorenarbeit zu einem Werk von epischem Ausmaß gewachsen war. Diese Fußstapfen erwiesen sich in der Folge für fast alle Autoren des nunmehr der ungebrochenen Popularität ausgesetzten Genres als zu groß und es sollte fast dreißig Jahre dauern, bis die Fantasy einen neuen, dringend überfälligen Impuls erhielt: Die »A Song Of Ice And Fire«-Serie des US-Amerikaners George R. R. Martin.
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Tonträgeranalyse

Okkervil RiverVor einigen Jahren schrieb ich an dieser Stelle über die absurde Unsinnigkeit von Musikrezensionen. Eine hochgradig subjektive Kunstrichtung wie die Musik lässt sich unmöglich bewerten, einordnen und in Schubladen stecken und jeder der unzähligen »Musikkritiker« benutzt seine prätentiösen Wortsalven nur dazu seine eigene quasi-faschistische Musikagenda als objektive Wahrheit zu propagieren. Zusammengefasst sagte ich damals: Es gibt keine gute und keine schlechte Musik, es gibt nur Musik, die einem gefällt oder nicht.
Nun, ich lag falsch. Es gibt gute Musik.
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Das Mordalbum

Mordalbum 1947»Mordalbum 1947« steht auf dem schlichten Umschlag.

Album.

Das Wort klingt eigentlich nach Briefmarken, Poesie, Urlaubsfotos. Aber schon auf der ersten Seite wird deutlich, dass den Betrachter weder schlecht gereimte Verse noch Impressionen aus den Schweizer Alpen erwarten. »Raubmord am 7.01.1947« steht in schwarzen Schreibmaschinenlettern auf altem, gelblichem Papier und man blättert um und fühlt sich, als wäre man wieder ein kleines Kind, dass durch den schmalen Eingang einer Geisterbahn fährt, wissend, dass es jetzt kein Umkehren mehr gibt und die eigenen Ängste bereit sind die Kontrolle zu übernehmen.
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Selbstportrait mit iPad

Selbstportrait

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Der Weltraum – unendliche Pleiten

Der WeltraumMit der »Star Trek«-Zeitlinie konnte ich mich nie so recht anfreunden. Wenn 2063 endlich der Warp-Antrieb erfunden wird, bin ich schon ein nörgelnder Tattergreis, für den das alles nur »überflüssiger neumodischer Kram« ist oder, schlimmer noch, ich wurde bereits Jahre zuvor vom im apokalyptischen Dritten Weltkrieg dahin gerafft. Deshalb setze ich all mein Vertrauen in die non-fiktive Astronomie und ihre Bemühungen, Licht ins Dunkel des »universum incognita« zu bringen. Vertrauen, dass regelmäßig erschüttert wird und auf dem sämtliche Weltall-Entscheidungsträger mit voller Wucht herumtrampeln.

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Gerald Börner – Ed Wood meets Literatur meets Adolf Hitler

Das letzte Aggregat

Es ist heutzutage selten, dass komplett neue literarische Gattungen geboren werden, aber auch in der mittlerweile schier unüberschaubaren Buchwelt geschehen noch Wunder. Das Erstlingswerk des bisher völlig unbekannten Autors Gerald Börner erfindet im Handumdrehen ein neues Genre: die faschistoide Trash-Science-Fiction. »Das letzte Aggregat« ist so etwas wie das »Plan 9 aus dem Weltall« der Literatur. Was bei Ed Woods Meisterwerk die sichtbaren Aufhängungen der Raumschiffmodelle waren, sind bei Börner die zahllosen Rechtschreib-, Grammatik- und Interpunktionsfehler; was Wood an hölzernen Dialogen aufbot, übertrifft Börner locker mit seinen rumpeligen Gesprächen; was Wood komplett vernachlässigte, lässt Börner mit voller Breitseite auf den Leser los: eine völlig unverblümte Anhimmelung des Dritten Reiches.

Aber fangen wir von vorne an…

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Ostblog? Abgebloggt? Blogwork Orange?

Mir würden vermutlich noch stundenlang derartig dämliche Wortspiele einfallen, aber stattdessen heißt das Ganze hier einfach »kellermensch.de« und damit jeder sofort weiß, was hier Sache ist, steht auch gleich daneben, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe (und ohne Ketchup oder Salz). Um ebenfalls klarzustellen, dass hier pseudo-intellektueller Schwachsinn mit vollem Einsatz meines überdimensionierten Egos abgeladen wird, ziert nicht nur ein Möchtegern-Emo-Foto den Header sondern auch ein prätentiöses Zitat aus einem gleichnamigen »Okkervil River«-Song.

Leider unterstützt WordPress auch in seiner dritten Iteration keine Sarkasmus- und Ironie-Tags, sodass ich mich jetzt schweigsam zurückziehe und sage: Viel Spaß beim Lesen, wer auch immer sich das hier freiwillig antut.

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